Marketinginstrument Twitter

Wer im Internet gut verkaufen will, muss werben. Nichts eignet sich besser, als Medien wie Facebook, Xing, YouTube oder Twitter zu nutzen. Steuerberater aus München nutzen Twitter ebenso wie Stars wie Popsänger Justin Bieber, der systematisch darauf gesetzt hat, seinen Bekanntheitsgrad über Twitter, Facebook oder YouTube zu erhöhen. Heute ist er ein gut bezahlter Star. Auch der durchgeknallte Schauspieler Charlie Sheen aus der Erfolgsserie „Two and a half Men“ macht viel Geld über die sozialen Netzwerke und amüsiert eine ganze Nation mit seinen Eskapaden.

Twitter eignet sich, um sogenannte Tweets zu verschicken. Diese dürfen maximal 140 Zeichen lang sein. Je intelligenter oder lustiger die Tweets, desto mehr „Follower“ kann man generieren. Wie kann man das nun als Marketinginstrument nutzen? Nun, zunächst vereint man möglichst viele Follower auf sich, dann bietet man seinen Followern exklusive Services, exklusive Rabatte oder andere Vorteile. Die Twittermeldung ist personalisiert. Eine Person steht für Unternehmen oder Produkt.

Beispiele: Firmenchef Tony Hsieh steht mit 50.000 Followern für den Zappos Schuhversand. Als „Zappos VIP“ genießt man Extra-Leistungen. Der PC-Riese Dell räumt seinen Followern den Zugriff auf Sonderangebote ein. Je exklusiver das Angebot, desto interessanter wird es für die Twittergemeinde. Eine britische Modeplattform erlaubt ihren Twitter-Followern den ersten Blick auf neue Kollektionen. Der Internetriese Microsoft verteilt Software unter den Followern. Der T-Shirt-Drucker Spreadshirt lässt über seine twittergerechte „Twardrobe“ neue Kleidungsstücke testen.

Diese überzeugenden Beispiele belegen, dass Originalität und ein Mehrwert an Informationen oder Leistungen nützliche Marketinginstrumente sind. Dass die Plattform auch den Voyeurismus bedient, ist klar. Man will wissen, welchen Skandal Lindsay Lohan als nächstes auf Lager hat – und zwar direkt aus ihrem Mund. Twitter vermittelt einem das Gefühl, einen direkten Draht zu wichtigen Personen der Zeitgeschichte oder Firmenchefs zu haben. Man sieht an der Bedeutung des Apple-Chefs Steve Jobs, an Facebook-Mastermind Mark Zuckerberg oder Microsoft-Gründer Bill Gates, was ein Werbeträger für eine Firma bedeuten kann. Bei genügend Charisma und Wiedererkennungswert kann dieser Sympathieträger sogar zum Mythos hochstilisiert werden. Wir Deutschen tun uns leider noch schwer mit zündenden Ideen, die wir über kleine Twitter-Monologe verbreiten können. Networking und Online-Marketing wollen eben gelernt sein!

GK: PB.
Marketing im Internet – SEOshack Marketing – Networking

2 comments on “Marketinginstrument Twitter
  1. Twitter wird hierzulande meiner Meinung nach noch absolut unterbewertet und unterschätzt. Eventuell ist es das Simple im Vergleich zu anderen Plattformen, das vermuten lässt, es hätte nicht so viel zu bieten, wie komplexere Systeme.
    Mein Lieblingsbeispiel für separaten Erfolg im Web (losgelöst vom großen Medienhaus) ist übrigens Conan O´Brian. Grandios!

  2. Ich denke, die Deutschen tun sich allgemein schwer, das Potential von neuer Technik und Onlineplattformen zu erkennen. Es dauert immer ein paar Jahre länger und dann ist die große Welle schon vorbei.

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